23.10.2026

Übungsdienst einmal anders

Bei unserem vergangenen Übungsdienst am 9.10. stand diesmal nicht das klassische Einsatzszenario im Mittelpunkt. Stattdessen waren technisches Geschick, Kreativität, Teamarbeit und ein wenig Ehrgeiz gefragt. Die Mannschaft wurde in zwei Gruppen aufgeteilt, die bei insgesamt drei Aufgaben gegeneinander auf Zeit antraten und sich damit die notwendigen Utensilien zum grillen erarbeiten mussten.

Bei der ersten Aufgabe galt es, eine Gasflasche (in Form eines Kunststoffkanisters) aus einer Vertiefung zu bergen. Rund um die Vertiefung war zusätzlich eine etwa 1 Meter breite Sperrzone eingerichtet, die von den Einsatzkräften nicht betreten werden durfte. Den Gruppen standen dafür sämtliche Gerätschaften unseres HLF zur Verfügung. Eine konkrete Vorgehensweise wurde bewusst nicht vorgegeben. Die Teilnehmer mussten sich innerhalb der Gruppe abstimmen und selbst eine geeignete technische Lösung entwickeln.

Gerade hier zeigte sich, dass es bei der technischen Hilfeleistung oft nicht nur den einen richtigen Weg gibt: Beide Gruppen entwickelten unterschiedliche, aber jeweils interessante und funktionierende Lösungsansätze, um die Gasflasche unter Einhaltung der vorgegebenen Sperrzone zu bergen.

Bei der zweiten Aufgabe ging es dann um eine besonders wichtige „Rettungsaktion“: Die Würstchen mussten geborgen werden. Diese befanden sich in der untersten von mehreren übereinandergestapelten Kisten. Für den Übungsaufbau wurde dabei von ca. 300 kg je Kiste ausgegangen. Ein Bewegen der Kisten von Hand war ausdrücklich nicht erlaubt.

Die Aufgabe bestand somit darin, die Last mit technischen Mitteln kontrolliert anzuheben und die Würstchen aus der untersten Kiste zu befreien. Dabei musste die angehobene Last selbstverständlich fortlaufend fachgerecht unterbaut und gesichert werden.

Anders als bei der ersten Aufgabe entschieden sich beide Gruppen unabhängig voneinander für einen ähnlichen Lösungsweg. Zum Einsatz kamen dabei die vorhandenen Winden , die unter anderem für Einsätze im Zusammenhang mit der Straßenbahn vorgesehen sind. Stück für Stück wurde die schwere Last angehoben, gesichert und unterbaut, bis schließlich die unterste Kiste geöffnet und die Würstchen erfolgreich „gerettet“ werden konnten.

Zum Abschluss fehlte allerdings noch ein entscheidendes Utensil für den späteren Grillabend: die Grillzange. Diese war zuvor kurzerhand in einem Wasserbad eingefroren worden und musste nun gemeinsam aus dem Eis befreit werden. Die Besonderheit dabei: Jeder Teilnehmer durfte jeweils nur wenige Sekunden tätig werden, bevor der nächste übernehmen musste.

Hier waren schnelles Umschalten, gute Abstimmung und Teamarbeit gefragt. Die Aufgabe wurde in Windeseile gelöst und damit war auch das letzte Hindernis auf dem Weg zum gemeinsamen Grillen beseitigt.

Der Übungsdienst zeigte einmal mehr, dass sich feuerwehrtechnische Ausbildung und Spaß sehr gut miteinander verbinden lassen. Neben dem Umgang mit verschiedenen Geräten standen insbesondere das gemeinsame Entwickeln von Lösungswegen, Kommunikation, Improvisation sowie das sichere Arbeiten mit schweren Lasten im Mittelpunkt.

Nachdem alle drei Aufgaben erfolgreich bewältigt waren, konnte der Abend schließlich bei Würstchen vom Grill und kameradschaftlichem Beisammensein gemütlich ausklingen.