Ausbildung Tunnelbrandbekämpfung BAB 44

Seit dem Sommer 2013 ist die Tunnelbrandbekämpfung zu einem Schwerpunkt in der Feuerwehr Helsa geworden. Mit in Kraft treten des Rahmeneinsatzplanes für die Brandbekämpfung in Tunnelanlagen auf der BAB 44 sind unsere Helsaer Brandschützer zur Autobahnfeuerwehr ernannt worden. Die Zuständigkeit betrifft die bereits seit fünf Jahren fertiggestellten Walberg- und Hopfenbergtunnel, sowie den Schulbergtunnel der im Frühjahr 2014 unter Verkehr gehen soll. Aber auch für die Baustelle des Hirschhagentunnels mit einer Gesamtlänge von 4,1 km sind wir für den Brandschutz und die Allg. Hilfe zuständig.

Als erstes galt es die Feuerwehrleute der Großgemeinde Helsa mit der Thematik vertraut zu machen. Hierzu wurden verschiedene theo. und praktische Ausbildungseinheiten durchgeführt.

Mit den neuen Doppelflaschenatemschutzgeräten wurde die Kameraden als erstes vertraut gemacht. Hierzu wurden in einer Ganztagsausbildung verschiedene Eingewöhnungsübungen im Außengelände des Schwimmbades Helsa durchgeführt

Aber auch die Tunnelleitstelle im Gefahrenabwehrzentrum wurde von den Einsatzkräften besucht .In dieser Tunnelleitzentrale werden alle Straßentunnel von Hessen über Monitore überwacht. Kommt es zu einem Schadensfall können von Eschwege aus verkehrslenkende Maßnahmen eingeleitet und die zuständigen Feuerwehren und der Rettungsdienst alarmiert werden.

Als nächste Ausbildungseinheit stand das „Erkunden in einer Schadensröhre“ auf dem Programm. Auf einer nachgezeichneten Tunnelanlage wurden verschiedene Brandeinsätze im Rahmen einer Planübung durchgeführt. Hier wurde großen Wert auf die richtige Erkundung und die Übermittlung der Daten über Funk an den Einsatzleiter geachtet.

Im November wurde dann mit dem VB des Landkreises Kassel die Tunnelbaustelle des Hirschhagentunnels Westportal besichtigt. Im Baustellenbereich und im Tunnel wurde der Tunnelfunk ( 70cm Band ) getestet. Des Weiteren wurde die Löschwasserversorgung in einer Tunnelröhre ausprobiert. Das Löschwasser wurde aus einem Wandanschluß ca. 150m im Tunnel entnommen und durch die Heckpumpe eines Löschfahrzeuges geleitet. Es wurden ca. 800 Liter /Minute in einem Zeitraum von ca. 10 Minuten entnommen. Zum Abschluß wurde noch der Feuerwehrcontainer auf der Baustelle besichtigt. Der Container ist mit einer elektronischen Personenerfassung im Tunnel, sowie mit Funkgeräten und verschiedenste Feuerwehrpläne ausgestattet.

Im Frühjahr werden wir unsere Tunnelausbildung im Bereich „ Suchen und Retten „ und „Brandbekämpfung“ im Tunnel fortführen, auch erste Einsatzübungen sind geplant.


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2012_08_16 Alarmübung Parkplatz B451
2014_04_05_Alarmübung_Hirschhagentunnel