2014_04_05_Alarmübung_Hirschhagentunnel

05.04.2014 Alarmübung im Hirschhagentunnel BAB 44

Um 11:14 Uhr wurden die Helsaer Brandschützer über Sirene zu einem Verkehrsunfall im Hirschhagentunnel von der Leitstelle Kassel alarmiert. Bereits 8 Minuten später konnte der Rüstzug der Feuerwehr Helsa die Ankunft am Westportal des Hirschhagentunnels melden.
Nach einer kurzen Einweisung durch Mitarbeiter der Baufirma konnten der Einsatzleiter und der Zugführer zur Unfallstelle in den Tunnel einfahren. Dort stellte sich den Führungskräften folgende Lage: Nach einem Zusammenstoss mit einem schweren Radlader lag ein PKW, indem eine Person im Wagen eingeklemmt war, auf der Seite. Unter dem Vorderrad des Radladers war ebenfalls eine Person eingeklemmt. Die Einsatzstelle wurde in zwei Einsatzabschnitte aufgeteilt, die Feuerwehr Helsa bekam den Auftrag den Radlader anzuheben und die eingeklemmte Person aus Ihrer Zwangslage zu befreien. Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr Kaufungen hatte den Auftrag die eingeklemmte Person aus dem auf der Seite liegenden PKW zu retten.



Die beiden eingeklemmten Personen waren Verletztendarsteller einer Fachfirma. Die Wunden waren authentisch geschminkt und viel (Kunst-)Blut lies die Szene sehr real wirken. Die Verletzten wurden von den in der Zwischenzeit eingetroffenen Notärzte und Rettungsdienst zunächst fachgerecht versorgt.
Die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr Kaufungen stabilisierten den auf der Seite liegenden Wagen, öffneten mit hydraulischen Rettungsgeräten das Dach und konnten kurze Zeit später die Person aus dem Wagen befreien.
Die Aufgabe der Helsaer Brandschützer gestaltete sich etwas schwieriger, denn der Radlader
(Eigengewicht ca. 24 t.) musste erstmal gegen Wegrollen gesichert werden um dann mit Lufthebern und Zahnradstangenwinden angehoben zu werden. Aber auch diese Aufgabe wurde gelöst, sodass die eingeklemmte Person an den Rettungsdienst übergeben werden konnte.
Da sich dieser Einsatz in einer Tunnelröhre zutrug, wurden auch die Feuerwehren aus Eschenstruth, St. Ottilien und Wickenrode mit alarmiert. Weil die Platzverhältnisse in einer Tunnelanlage sehr begrenzt sind musste genau festgelegt werden welche Fahrzeuge und Kräfte in den Tunnel einfahren.Die Aufgabe dieser Kräfte bestand darin einen Bereitstellungsplatz zuführen, wo sich alle
Fahrzeuge von den Feuerwehren und den Rettungsdiensten melden mussten und wo sie nach Bedarf zum Einsatz abgerufen wurden.
Des Weiteren wurde eine Personen- und Fahrzeugerfassung an den Tunnelportalen durchgeführt. So konnte immer gewährleistet werden wie viele Personen im Tunnel
eingesetzt waren, so dass keine Personen in einem Realeinsatz in der Tunnelanlage (durch
Verletzungen oder andere Umstände) zurückbleiben.

Bereits 40 Minuten nach der Alarmierung, waren die Personen aus ihren Zwangslagen befreit und die Alarmübung konnte beendet werden. Bei einer Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Helsa, zeigten sich die zahlreichen Übungsbeobachter (Führungskräfte der Feuerwehr des
LK Kassel, Ausbilder der Landesfeuerwehrschule, Führungskräfte der Bauausführenden Firmen, Hessen Mobil und anwesende Bürgermeister) sehr zufrieden mit dem Ablauf dieser Übung, so dass im Anschluss ein gemeinsames Mittagessen im Feuerwehrhaus eingenommen werden konnte.


Presseberichte:
HNA
Hessennews.tv

Video:
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An dieser Stelle vielen Dank für das hervorragende Videomaterial.


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Ausbildung Tunnelbrandbekämpfung BAB 44
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